Tokyo Systems Engineering Summit 2025 und Raumfahrtindustrie KI nutzt, um Entwicklungs prozesse effizienter und innovativer zu gestalten. Professorin Seiko Shirasaka von der Keio University wagte den Blick über den Tellerrand: „From Enginee ring Systems to Engineering Societies“ erweiterte den Systems EngineeringDiskurs in gesellschaftliche Dimensionen. Takao Sugai (Project GM, Toyota Motor Corporation) brachte die Praxis ins Spiel: Seine „Practical Systems Engineering Use Cases“ zeigten, wie Toyota die Theorie in konkrete Entwicklungsprozesse übersetzt. Die anschließende Q&ASession entwickelte sich zu einem lebhaften Dialog zwischen Teilnehmern und den Branchengrößen – genau das, was das Summit ausmacht. Aus der Praxis für die Praxis: Fallstudien mit Tiefgang Die Nachmittagssessions lieferten konkrete Einblicke in die digitale Transformation führender Unternehmen: Kenji Hashimoto (Mazda) nahm die Teilnehmer mit auf die ALMJourney bei Mazda – authentisch und mit wertvollen Lessons Learned. Dr. Thilo Jania (Senior Vice President, Olympus) demonstrierte, wie Produkt und Prozessstrukturen in ein durchgängiges Datenmodell integriert werden können. Takeaki Koga (Toyota) stellte fortschrittliche Test methodologien vor: Use Case Analysen mit Traceability zu MILS funktionalen Tests. Dr. Hasan Esen (Denso Automotive Deutschland) stellte die entscheidende Frage: „How to make Systems Engineering Smart?“ – und lieferte spannende Antworten an der Schnittstelle von Intelligenz und Engineering. Thomas Kamla (Volkswagen) gewährte Einblicke in die VW Transformation Roadmap und zeigte die strategische Ausrichtung eines der Global Player. Prof. Dr. Rainer Stark (TU Berlin) rundete das Pro gramm mit akademischer Expertise ab: Neue Virtual Engineering und PrototypingAnsätze für die Integra tion von MBSE und SDV. Premium Partner mit technischer Tiefe Auch die Premium Partner lieferten substanzielle Beiträge: Christoph Braeuchle (PTC) zeigte, wie der intelligente Product Lifecycle im Engineering gehebelt werden kann. Nikhil Joshi und Deodatt Bawachkar (HCLTech) demonstrierten mit „From Silo to Mainstream“, wie MBSE mit ALM und PLM verbunden wird. Jens Krueger (NTT Data) beleuchtete den Einsatz von Agentic AI in der SDV-Entwicklung. Networking, das funktioniert Zwölf führende Lösungsanbieter präsentierten sich in der Ausstellung: Accenture, LieberLieber Software, Contact Software, Dassault Systèmes, Keysight, Jambe, AVL, NTT Data, HCLTech, PTC, Zuken und Dentsu Soken. Besonders in den Pausen und beim ausgedehnten Social Event von 18:00 bis 20:00 Uhr herrschte reges Treiben – genau die Atmosphäre, die produktiven Austausch ermöglicht. In den strategisch platzierten Exhibitor PitchSessions stellten alle Aussteller ihre neuesten Lösungen kom pakt vor – effizient und informativ. Mit über 300 Anmeldungen steht das prostep ivip Team vor einer erfreulichen Herausforderung: Wie kann man 2026 der wachsenden Nachfrage gerecht werden, ohne die intime NetworkingAtmosphäre zu verlieren, die das Tokyo Summit so besonders macht? „Dieses Problem zeigt den enormen Wert, den unsere Community diesem internationalen Austausch beimisst“, so Dr. Pfouga. „Wir arbeiten bereits an Lösungen, die Wachstum ermöglichen und gleichzeitig den kollabo rativen Geist bewahren.“ Fazit: Kontinente verbinden schafft Innovation Das Tokyo Systems Engineering Summit beweist eindrucksvoll: Wenn Experten aus verschiedenen Kontinenten, Kulturen und Disziplinen zusammen kommen, entstehen einzigartige Impulse für Innovation und Fortschritt in der Systementwicklung. Die Mischung aus hochkarätigen Keynotes, praxisnahen Fallstudien und intensivem Networking macht das Event zu einem wichtigen Termin für alle, die die Zukunft der Systems Engineering Community mitge stalten und vorantreiben wollen. prostep ivip Jahresbericht 2025 19